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Buchtipps und Bücherrezensionen aus Vorklinik und Klinik.
Boenninghaus, Hans-Georg, Lenarz, Thomas
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
12. Aufl., 2005, XIV, 401 S.211 in Farbe., Softcover
Preis: 29,95 EUR
ISBN: 3-540-21969-2


Super Buch! Es ist von unseren Professoren in der HNO gleich am ersten Tag empfohlen worden und von ihnen gesagt worden, dass man die HNO- Prüfung, wie auch die Facharztprüfung allein mit diesem Buch bestehen könnte. Ich kaufe häufig Thieme-Lehrbücher, muß aber sagen, dass der Boennighaus mir besser gefallen hat, als das Thieme HNO- Buch oder ein Anderes. Die Gliederung ist gut, die farbigen Bilder und Darstellungen sind sehr anschaulich.
Wunderschöne Grafiken. Der praktische Klinikteil am Ende ist auch sehr brauchbar. Das Register ist ausführlich.

Autor. Timo
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Dima
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Boenninghaus HNO 13. Aulage 2007
Springer Medizin Verlag

Das Buch ist klar gegliedert nach anatomischen Abschnitten. Man fängt beim Ohr
an und arbeitet sich dann von der Nase, übers Gesicht in den Mund, Rachen bis
zum Kehlkopf.
Die Kapitel sind dabei gut strukturiert und fangen an mit einem Anatomisch /
Physiologischen Teil, gefolgt von einem Teil wo die Untersuchungsmethoden
beschrieben werden und enden in den Hauptteil: der Klink. Dieser Aufbau erlaubt
es einem auch bei fehlenden Seitenzahlen, oder einfach nur weil man zu faul ist
um ins Inhaltsverzeichnis zu schauen alle wichtigen Erkrankungen schnell zu
finden.
Besonders Ansprechend sind die schematischen Abbildungen dabei. Da sie alle
durchweg genormt sind. Diese Abbildungen sind meiner Meinung nach die große
Stärke des Buches und prägen sich fest ins Gedächtnis ein. So liest man nicht
nur im Text welche Strukturen das Cholesteatom befallen kann, sondern sieht
auch noch zusätzlich das schematische Bild dazu. Damit kann man auch die Lage
der einzelnen Strukturen zueinander besser begreifen und sich in der Klausur
vieles herleiten.
Die Klinik ist Aufgebaut in Vorkommen, Befund, Diagnose, Therapie und Prognose.
Wobei je nach Krankheitsbild Punkte ausgelassen oder hinzukommen können. Im
Ganzen muss ich sagen dass diese Gliederung sehr übersichtlich ist und die
Autoren sich jeweils unter den einzelnen Punkten mit langen Texten zurück
halten. Jedoch vermisse ich häufig eine gewisse Gewichtung mit Zahlen. So
könnte man ruhig bei den Erregern einer Erkrankung die Prozentzahlen hinzufügen
um sich damit besser die Therapie herzuleiten. Das gleiche gilt für den Befund.
Es wäre doch sehr interessant zu wissen was ein häufiges und was ein seltenes
Symptom einer Erkrankungist. Ich könnte das jetzt auch für die Prognose
ausführen.
Dies würde natürlich beinhalten dass dann die entsprechenden Referenzen am Ende
des Kapitels hinzugefügt werden müssen um notfalls auch mal das Paper raus zu
suchen, damit man anhand der Studie beurteilen kann ob die Daten wirklich so
stimmen. Aber wenn man sich erstmal auf die Grundlagen konzentrieren möchte
reicht die jetzige Form aus.
Was ebenfalls genial an dem Buch ist betrifft die Untersuchungsmethoden. Denn
meinst hat man Rinne / Weber nach dem ersten Kapitel vergessen. Genau so wie
man sie nach der Vorklinik vergessen hatte. Nun kommen mit der Tonaudiometrie
oder Stapediusreflexpruefung, weitere Tests an, deren Ausgang bei den
verschiedenen Erkrankungen abschätzen sollte. Und genau das wird bei jeder
Erkrankung angegeben. Dadurch werden die Tests immer und immer wieder
wiederholt und bleiben so für hoffentlich länger im Gedächtnis
Ich wuerde dieses Buch nicht nur deshalb einem sehr ans Herz legen, weil man
doch in vielen Feldern der Medizin mit HNO relevanten Erkrankungen zu tun hat.
Begonnen bei dem Schnupfen oder dem doch so haeufig vorkommenden Schwindel. Und
wer kann sich schon fuer laengerre Zeit merken in welche richtig die schnelle
Komponennte des Nystagmus geht wenn der Schaden peripher liegt im recht Ohr. In
solchen Faellen bracht man ein Buch was einem schnell die Antwort leifert.
Neu in dieser erweiterten 13. Auflage ist ein Mittelteil der sich mit
klinischen Faellen beschaeftigt. Dem Studierenden wird heirbei ein klinischer
Fall praesenteirt und der Leser muss dazu Fragen zur Diagnose und
entsprechendem Vorgehen beantworten. Bilder unterstuetzen das Wiedererkennen
von Befunden. Da in unserer Ausbildung immer mehr Wert auf wiedererkennen von
klischen Mustern gelegt wird, Vorlesungen umbenannt werden in
Leitsymptomvorlesungen und Das Staatsexamen groestenteils aus klischen Faellen
aufgebaut ist diese Art vom Wissensaneigung nur zu befuerworten auch wenn ich
denke dass es zur klischen Reife mehr bedarf. Mehr in Richung eines
eigenstaendigen Fallbuchs. Doch zum schnellen Wiederholen zwischendurch ist das
neue Kapitel sehr reizvoll und vielleicht deshalb wenig Zeitintensiv und leicht
zu behalten.
Mein Fazit ist es sich dieses Buch zu kaufen, da man dadurch echt gut fuer die
Pruefungen forbereitet ist, auch wenn ich das schwer fue andere Unis
generalisieren kann.

Alexander Hahn
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Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Taschenbuch: 414 Seiten
Verlag: Springer, Berlin; Auflage: 13 (Mai 2007)
ISBN-10: 3540487212
Autor: Boenninghaus

Preis: 29,95 €

Der Boenninghaus ist sicherlich schon Generationen von Medizinstudenten als HNO-Buch bekannt! Er ist günstig und deckt alle Bereiche ab. Klausuren kann man damit gut bestehen und auch Hintergründe können nachvollzogen werden. Allerdings ist es ein typisches Springerbuch- nicht besonders viele bunte Bilder und Schemata zum schnellen Verstehen. Auch das Inhaltsverzeichnis lässt etwas zu wünschen übrig. Im Boenninghaus werden beim Nachschlagen zu Begriffen alle Seiten angegeben, auf denen etwas dazu zu lesen ist. An sich ja sehr schön, aber auf manchen angegebenen Seiten findet man den Begriff gar nicht und es wäre auch für die Studenten um einiges schöner, wenn die Seite, wo der Hauptartikel dazu steht, fett geschrieben steht.
Insgesamt ist der Boenninghaus für HNO zu empfehlen, zum Nachschlagen leider nicht-da wie gesagt das Inhaltsverzeichnis einfach grauenvoll ist! Wenn Springer das endlich mal ändern würde, würde das Buch volle Punktzahl verdienen – so nur 8 von 10.

Elke Schenzer
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